Das Mutterstockprinzip
Über das Aufforsten & unsere Methode
Das Ziel unseres Konzeptes (Mutterstockprinzip) ist es, mit den uns gegeben Ressourcen besser umzugehen und diese langfristig zu erhalten. Durch das Pflanzen, klimastabiler Holzarten und dem Erhalt der Totholzstämme schaffen wir eine gute Basis für eine nachhaltige Zukunft, von der wir und die folgenden Generationen profitieren werden. Wir hoffen, dass sich viele unserer Idee anschließen, damit wir unser aller Ziel gemeinsam in den nächsten Jahren erreichen.
Das Mutterstockprinzip
Olli Wagemann
Olli Wagemann wurde nominierter für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU). Er ist der Initiator des Mutterstockprinzips und betreibt Forschung und Entwicklung im regionalen Wald seit 30 Jahren. Er ist unter anderem auch bekannt aus dem KiKA Video „Ben und die Waldretter“
Langfristige Aufforstung
Was passiert im Wald
Vor Beginn der tatsächlichen Aufforstung, gilt es die richtige Basis für kommende Jungbäume zu schaffen. Hierbei werden die Totholzstämme von den zuvor beschädigten Beständen in einer Höhe von ca. 1,50 m erhalten. Durch das Pflanzen in der Stockachse wird mehr Wasser auf der Hauptwetterseite bei Regen an den Setzling abgegeben. Zudem sorgt der Wanderschatten des Totholzstammes für mehr Wind ruhe und geringere Verdunstung. Die bereits abgestorbenen Stämme binden zu dem einen großen Teil an co², welches wieder in den natürlichen Kreislauf mit eingebunden werden kann. Durch die langsam verrottenden Stämme ergibt sich ein Lebensraum für viele Insektenarten, die wiederum Nahrungsquelle für viele Singvögel darstellen. Durch die Erschaffung des Lebensraumes wird mehr Saatgut auf den Flächen verteilt. Auch für Raubvögel wird die Möglichkeit gegeben, weiterhin auf den Flächen zu jagen und bei der Dezimierung von Mäusepopulationen zu helfen, so kann auf Gifte verzichtet werden, die bei der konventionellen Aufforstung zum Einsatz kommen müssten.
Bevor die ersten Jungbäume gepflanzt werden, muss ein geschulter Waldarbeiter erst die richtigen Begebenheiten definieren. Wo welche Holzart angepflanzt wird, ist abhängig von dem jeweiligen Standort und der Bodengüte. Hierzu markiert er die Stellen mit gelben Stäben, welche schräg in den Boden gesetzt werden. Bäume, welche anschließend dort angepflanzt werden, sind zum Beispiel Douglasie, Küstentanne, Kastanie, Thuja, Roteiche, Lärche oder Mammutbaum. Bei diesem Konzept erzielt man einen möglichst hohen Synergieeffekt zwischen den unterschiedlichen Baumarten und sorgt dafür zusätzlich für optimale Voraussetzungen.
Nachdem die jungen Bäumchen gepflanzt worden sind, müssen diese ca. 5 weitere Jahre gepflegt werden, nach dieser Zeit sind sie selbständig in der Lage sich Ihrem Ökosystem anzupassen und können ohne den Einfluss des Menschen weiterwachsen. Für die Pflege bleiben die Markierungsstäbchen erhalten, damit jeder Forstmitarbeiter weiß, wo sich die Setzlinge befinden. Die kleinen Bäumchen müssen regelmäßig von konkurrierendem Begleitwuchs wie zum Beispiel der Brombeeren oder Reitgräsern befreit werden, so sorgen die Markierungen dafür, dass keine Mähschäden entstehen. Neuer Zuwachs (klimastabile Naturverjüngung) wird ebenfalls aus den Beständen gepflegt und mit einem Stäbchen markiert. Manche Baumarten wie die Kirsche, Walnuss, Roteiche oder Schwarz Nuss bekommen zusätzlich einen Setzlings-Schutz, damit Sie keinem Rehwildverbiss zum Opfer fallen.
Gemeinsam Großes verändern
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